Bessere Diagnostik bei Blasenschwäche

urodynamisches gertFür betroffene Frauen ist es oft ein Tabuthema: Eine Blasenschwäche mit unwillkürlichem Urinverlust. Nach Schätzung der Deutschen Inkontinenzgesellschaft sind in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen davon betroffen. Unter Blasenschwäche versteht man den ungewollten Urinabgang, der je nach Ausprägungsgrad das Leben der Betroffenen sehr erschweren kann. Das Heidelberger St. Josefskrankenhaus bietet seit diesem Jahr eine spezielle Beckenbodensprechstunde an, bei der die Ursachen einer Beckenbodenschwäche und Harninkontinenz näher untersucht und eine geeignete Behandlung gefunden werden kann.

Seit Oktober steht der Abteilung unter Chefarzt Dr. Holger Kaufmann ein Urodynamischer Messplatz zur Verfügung, mit dem Störungen der Blasenfunktion sowie der Beckenbodenmuskulatur genauer geklärt werden können. Die Untersuchung ist schmerzlos und ermöglicht durch eine Sondenmessung die Funktionsweise der Harnblase und des Schließmuskels zu kontrollieren. Je nach Ergebnis kann die individuelle Behandlung festgelegt werden, die aus einer medikamentösen Behandlung, Beckenbodentraining oder manchmal auch in Form einer Operation bestehen kann. Die Urodynamik ist eine Standarduntersuchung bei allen Frauen mit Senkungs- und Inkontinenzbeschwerden, so Dr. Kaufmann. „Wir freuen uns, dieses erweiterte Behandlungsangebot im St. Josefskrankenhaus anzubieten, um die optimale Therapie finden zu können“.

 

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Letzte Aktualisierung

22. Juni 2017