Mehr als 1.000 Besucher beim gemeinsamen Selbsthilfe- und Diabetestag

berblick saal 3Wenn Menschen in ihrem Leben in schwierige Situationen geraten, hilft häufig der Austausch mit anderen Betroffenen. Selbsthilfe ist ein wichtiges Element beispielsweise im Umgang mit chronischen Krankheiten. Wie wichtig es ist, kompetente Ansprechpartner und Gleichgesinnte zu finden, davon zeugte der 13. Selbsthilfetag am vergangenen Samstag im Heidelberger SRH-Zentrum. Zum ersten Mal fand dieser Tag in Verbindung mit dem ebenfalls zum 13. Mal organisierten Diabetestag statt. Mehr als 1.000 Besucher kamen, um sich an den Ständen der über 60 Selbsthilfegruppen zu informieren oder sich die Fachvorträge anzuhören.

Das Heidelberger Selbsthilfebüro und das St. Josefskrankenhaus haben den Tag erstmals gemeinsam organisiert. Etwa 60 Selbsthilfegruppen aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis waren mit Ständen im weitläufigen Foyer und den Sälen des SRH-Turms vertreten: von zahlreichen Gruppen für Menschen mit unterschiedlichen Krebsleiden über Vereine für chronische Krankheiten wie Diabetes oder Multiple Sklerose bis hin zu Ständen von Suchtgruppen waren zahlreiche Angebote vertreten. Menschen mit Sehschwächen fanden ebenso Hilfestellungen und Kontaktmöglichkeiten wie auch Contergan-Geschädigte, Amputierte, Stotterer, Tinnitus-Geplagte oder psychisch erkrankte Menschen.

Passend dazu gab es fachspezifische Vorträge: Wie man Diabetes individuell und damit erfolgreich behandelt, zeigte PD Dr. Erhard Siegel, Chefarzt am St. Josefskrankenhaus und Post-Präsident der Deutschen Diabetesgesellschaft in seinem Referat. Der Münchener Sozialpädagoge und Coach Carsten Scheele wies auf die Gefahren des Burnout-Syndroms hin und Diabetes-Spezialistin Dr. Dagmar Weise gab Ernährungsempfehlungen. Weitere Themen inden Vortragssälen waren die Arzneimittelsicherheit, der Umgang mit chronischen Krankheiten, die computergestützte Anwendung von Medikamentenplänen oder auch die Fußpflege.

erste reiheDer Schirmherr der Veranstaltung Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner lobte die Tatkraft der Betroffenen und insbesondere auch die Arbeit des Selbsthilfebüros, das hier eine Stätte der Information und Begegnung für Menschen in unterschiedlichen Notlagen geschaffen hat. Für das Land Baden-Württemberg sprach Dr. Monika Vierheilig vom Sozialministerium, die in ihrer Ansprache die Aktionspläne des Landes für eine bessere Inklusion behinderter und kranker Menschen vorstellte. Diesen Gedanken spezifizierte Dr. Erhard Siegel, der als Post-Präsident der Deutschen Diabetesgesellschaft dafür eintrat, einen regionalen Aktionsplan gegen Diabetes auf den Weg zu bringen. Dieser solle das Schulsportangebot verbessern und den Genuss von Nahrungsmitteln für den Verbraucher transparenter machen. Bärbel Handlos, Geschäftsführerin des Heidelberger Selbsthilfebüros, bedankte sich in ihrer Ansprache herzlich bei allen Beteiligten. Umrahmt wurden die Vorträge von humorvollen Liedern des Beschwerdechors unter Leitung von Bernhard Bentgens. (ckl)

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Letzte Aktualisierung

22. Juni 2017