Arbeitsunfall, Betriebsunfall

Hierunter versteht man Unfälle, welche im Zuge einer beruflichen Tätigkeit eintreten. Auch ein Unfall auf dem direkten Weg von oder zur Arbeitsstätte (Wegeunfall) zählt zu den Arbeitsunfällen. Hierfür muss der Verletzte mit seiner Tätigkeit über seinen Arbeitgeber berufsgenossenschaftlich versichert sein (gesetzliche Unfallversicherung) und das Ereignis in direktem Zusammenhang mit dem ausgeübten Beruf stehen. Auch Kinder und Jugendliche, welche in ihrer Betreuungseinrichtung oder Schule verunfallen, sind berufsgenossenschaftlich versichert.

Abzugrenzen von den BG- Unfällen sind die in privatem oder freizeitlichem Umfeld entstehenden Unfälle. Diese sind von der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckt.

Man bezeichnet das Behandlungsverfahren des Arbeitsunfalles als Durchgangsarztverfahren und den ermächtigten Arzt als Durchgangsarzt (D-Arzt).

Ziel der Ermächtigung einzelner Abteilungen ist es, durch eine besondere fachchirurgische Qualifikation eine zielstrebige und schnelle Behandlung und Heilung sowie Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu erreichen.

Die chirurgische Abteilung unter Leitung von Dr. med. Roderich Bönninghoff ist von den gesetzlichen Unfallversicherungen zur Behandlung von Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Schulunfällen ermächtigt. Eine Ausnahme bilden Schwerstverletzte. Gemäß dem Verletzungsartenverzeichnis ist in diesen Fällen die Verlegung in eine Berufgenossenschaftliche Unfallklinik oder in ein hierfür befugtes Krankenhaus der Maximalversorgung erforderlich.

Die Vorstellung bei uns kann entweder durch den Verunfallten selbst, durch die Einrichtung oder durch das Unternehmen, in dem sich der Unfall ereignete, erfolgen. Durch den Hausarzt ist die Vorstellung des Verletzten notwendig, wenn eine Behandlungsbedürftigkeit oder eine Arbeitsunfähigkeit resultiert. Die Berufgenossenschaften stellen im Einzelfall ebenfalls Patienten vor, zum Beispiel aus gutachterlichen Gründen.

Der ermächtigte D-Arzt entscheidet je nach Schwere und Art der Verletzung, ob die Behandlung durch die chirurgische Abteilung im Krankenhaus oder durch einen befugten, ambulant tätigen Arzt weitergeführt werden sollte (besondere Heilbehandlung). In einzelnen Fällen kann er die Behandlung an einen nicht zum D-Arztverfahren zugelassenen Kollegen übergeben (allgemeine Heilbehandlung).

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Letzte Aktualisierung

14. Dezember 2017