Flexible Bronchoskopie

blick in das bronchialsystem lungentumorDie Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien) ist ein medizinisches Untersuchungs- und Therapieverfahren. Dabei wird ein Endoskop über Mund oder Nase eingeführt und durch die Trachea in die Bronchien der Lunge vorgeschoben.In der täglichen Routine hat die flexible Bronchoskopie heute die starre Bronchoskopie weitgehend verdrängt. Außer einigen wenigen Spezialanwendungen können alle Aufgaben der starren Bronchoskopie mit den flexiblen Instrumenten schneller, bequemer und für den Patienten schonender (keine Narkose) erreicht werden. Flexible Bronchoskope haben heute nur noch einen Durchmesser von 2 bis 3 mm. Sie können somit tiefer eingeführt werden als ein starres Bronchoskop, haben eine geringere Verletzungsgefahr und der Patient kann wach oder nur leicht sediert sein.

Diagnostischer Einsatz

  • Suche nach Lungentumoren
  • Entnahme von Probenmaterial, Biopsie, Durchführung einer Bronchiallavage, Probenentnahme zur mikrobiologischen Untersuchung auf Keime (Bakterien, Pilze, Parasiten).
  • Planen der lokalen Behandlung eines Tumors, lokale Strahlentherapie
  • Diagnostik von Fremdkörpern, wobei deren Entfernung dennoch immer wieder den zusätzlichen Einsatz starrer Instrumente nötig macht.
  • Abklärung von Einengungen der Atemwege
  • Feststellung von Minderbelüftungen der Lunge (Atelektasen), z.B. nach einer größeren Operation

Therapeutischer Einsatz

  • Freispülen und Absaugen eines Schleimpfropfes aus den Bronchien, auch mit liegendem Beatmungsschlauch (Tubus)
  • Korrektur der Lage des Beatmungsschlauches
  • Fiberoptische Intubation bzw. Unterstützung bei der Punktionstracheotomie

 

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Letzte Aktualisierung

14. August 2017