Koloskopie

(Darmspiegelung)

darmpolyp krebsvorstufe

Eine Koloskopie (umgangssprachlich Darmspiegelung) dient der Untersuchung des Dickdarmes und meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarmes. Sie wird überwiegend zur Erkennung und Vermeidung des Darmkrebses eingesetzt.

Vor der Untersuchung muss der Dickdarm entleert werden, damit die Untersuchung nicht durch Stuhlreste behindert wird. Dafür wird am Vortag oder gelegentlich auch einige Stunden vor der Untersuchung ein starkes Abführmittel meistens in Form einer Trinklösung zur Darmspülung verabreicht, seltener als Einlauf. Das Abführen empfinden viele Patienten als belastend und unangenehm. Wer die zumeist 3 bis 5 Liter Abführlösung nicht trinken kann oder will, der kann diese Lösung auch über eine Magensonde erhalten. Einige Patienten bevorzugen diese Methode. Es gibt auch die Möglichkeit, mit der Kombination von osmotischen und motilitäts- und sekretionsbeeinflussenden Abführmitteln den Darm zu reinigen, zwar muss der Patient dabei auch viel trinken (Tee, Wasser etc.), aber das Trinken fällt ihm meistens leichter.
Das flexible Koloskop ist etwa fingerdick und zirka 1,2 bis 1,8 Meter lang. Wir verwenden ein Video-Koloskop, welches an der Spitze einen Videochip besitzt und das Bild auf einen Monitor überträgt. So ist es möglich, dass der Patient, wenn er möchte, die Untersuchung mit verfolgt.

divertikel darmwandhernien

Man kann zu dieser Untersuchung auf Wunsch ein leichtes Beruhigungsmittel (Sedierung) gespritzt bekommen, um die Untersuchung angenehmer zu gestalten. Bei uns wird die Untersuchung standardmäßig unter Kurznarkose durchgeführt, sodass die Patienten von der gesamten Prozedur nichts mitbekommen.

 

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Letzte Aktualisierung

21. April 2017