Cafeteria

In unserer Cafeteria, einer ehemaligen Kapelle, bekommen Sie Kaffee, Kuchen, Suppen und belegte Brötchen. Außerdem erhalten Sie aktuelle Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften, Kosmetikartikel und Süßigkeiten.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00 bis 18:00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 13:00 - 17:00 Uhr

Die Cafeteria befindet sich im Eingangsbereich rechts des Krankenhauses und ist unter der hausinternen Telefonnummer 930 zu erreichen. Pächterin ist Frau Ute Schell.

Informationen zur alten neuen Kapelle im St. Josefskrankenhaus

cafeteriaDer Raum, in dem sich heute die Cafeteria befindet, diente bis 1987 als Hauskapelle. Sie wurde vor über 100 Jahren erbaut.

Im Oktober 1890 wurden das Krankenhaus „St. Josefs“ und die Hauskapelle feierlich eingeweiht.
Bei Arbeiten für den Erweiterungsbau verlor die Kapelle zwischen 1924 und 1927 ihre Bemalung. Eine Heizung wurde eingebaut, die Decke abgehängt und alles „schön weiß“ ausgemalt.
Erst 1985 entdeckte man bei den Umbauarbeiten der Eingangshalle die verloren geglaubten, historischen Malereien wieder. Sie wirkten verblasst und das Kupfer war oxidiert. Die freigelegten Wände wurden zunächst stichprobenhaft von einem Restaurator auf historische Malereien untersucht. Dabei wurden unter der Vielschichtigkeit der Anstriche Malereifragmente aus der Zeit der Erbauung der Kapelle festgestellt.
Die Krankenhausleitung entschloss sich, die Wand- und Deckenflächen zu restaurieren. Die neuen Farbschichten wurden vorsichtig nach und nach abgetragen, die Farbfassung gereinigt, Risse mit artgleichen Mörtel geschlossen sowie Schablonen angefertigt. Des weiteren schablonierte der Restaurator graphische Ornamente nach historischem Befund in verschiedenen Farbtönen. Nach der Renovierung leuchteten die Farben wie ehedem. Dank der Technik wird dies auch in Zukunft so bleiben.

Geschichtlicher Hintergrund: Gründerzeit und Historismus

Nach Kenntnis der Baugeschichte wurde die Kapelle 1890 erbaut. Dies war eine Zeit des wirtschaftlichen und industriellen Aufschwungs im damaligen deutschen Kaiserreich. Dies hatte den deutsch- französischen Krieg gewonnen sowie sich in Industrie und Handel zur Weltmacht entwickelt. Der Aufschwung in allen Bereichen des zivilen Lebens brachte einen ungeahnten Bauboom mit sich. Es war die so genannte Gründerzeit. Sowohl Verkehrsbauten, Repräsentationsbauten als auch Kirchen wurden neu errichtet. Ebenfalls entstanden in der Gründerzeit:

  • das Heidelberger Rathaus (1886 Grundsteinlegung),
  • die Heidelberger Stadthalle (1901-1903),
  • die Heidelberger Universitätsbibliothek (1903-1905),
  • der Mannheimer Wasserturm von Halmhuber (1887/1889) und vieles mehr.

Im Zuge der Französischen Revolution kam es zu einem immer stärker werdenden Traditionsbruch und eine damit verbundene stilistische Unsicherheit. Die Entwicklung führte zu Stilmischungen aller Art. Alles ist erlaubt. Kunstgeschichtlich bezeichnet man diese Epoche des Nachahmens Historismus.

Die Malereien

Dem Besucher fallen wohl zuerst die Verzierungen in den Fensterlaibungen auf. Sie sehen zunächst ein verschlungenes Rankenwerk. Beim genaueren Betrachten jedoch werden Ihnen in manchen Blättern Gesichter auffallen. Solche Figurationen kennt man aus dem Mittelalter.

Bei den Kapitellen gibt es Ähnlichkeit zur antiken Säulenordnung.

Betrachten Sie das durchlaufende Blattornament des Deckendekors. Es ruft durch eine subtile Grauwertstufung eine räumliche Illusion vor.

Wandmalerei heißt auch Komponieren von Formen und Farben, welche die menschliche Wahrnehmung aktivieren soll. Einerseits müssen deswegen Spannungselemente vorhanden sein, andererseits sollen diese sich in einer Harmonie einpassen.

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Letzte Aktualisierung

22. Juni 2017