Akademisches Lehrkrankenhaus
der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg

Mit Herz und Verstand – Professionelle Pflege begreifbar machen

Pflegeausbildung an der Louise von Marillac-Schule – Bildungseinrichtung für Gesundheitsberufe am St. Josefskrankenhaus Heidelberg

Eine alte Villa beherbergt die Schule, die direkt neben dem Krankenhaus mitten in der schönen Heidelberger Weststadt liegt. Die breite Versorgungspalette des St. Josefskrankenhauses stellt die beste Grundlage für Ihre berufliche Erstqualifikation dar.

Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung /
Dualer Bachelorstudiengang Pflege (B.A.)

Im Zentrum der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung steht die Förderung des Einzelnen in seiner beruflichen und persönlichen Entwicklung zur Übernahme sozialer Verantwortung. Die Ausbildung bedient sich hierzu eines breiten Spektrums von pflegerischem wie auch fächerübergreifendem medizinischem, psychologischem, pädagogischem und soziologischem Wissen. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler einen Auslandseinsatz mit dem Schwerpunkt palliative Pflege oder neurologische Rehabilitation von fünf Wochen Länge absolvieren.
Parallel zur Pflegeausbildung bietet das St. Josefskrankenhaus den dualen Bachelorstudiengang Pflege (B.A.) an, der zum Ziel hat, die Arbeit am Patienten durch den Erwerb einer erweiterten Pflegeexpertise und einer wissenschaftlicher Methodenkompetenz zu stärken.

Enge Verzahnung von Praxis und Theorie

„Allein das Wissen reicht aber nicht aus, davon werden die Patienten nicht gesund. Unsere Auszubildenden müssen zur Anwendung ihres Fachwissens am Patienten befähigt werden, damit sie professionell betreuen, beraten, anleiten können“, erklärt Gisela Pittius, Schulleiterin und Diplom-Pflegepädagogin an der Krankenpflegeschule. Zwei Drittel der praktischen Einsätze absolvieren die Auszubildenden in den verschiedenen Bereichen von der Notaufnahme, der Untersuchungsbereiche über die Akutstationen bis zur Intensivstation. Hierüber erhalten sie einen umfassenden Einblick in die Pflege von Menschen aller Altersgruppen – vom glücklichen Lebensanfang einer Geburt bis zum begleiteten Lebensende im Hospiz.

Eng aufeinander abgestimmte theoretische und praktische Unterrichtseinheiten bereiten auf die verschiedenen Praxiseinsätze im St. Josefskrankenhaus und in anderen Heidelberger Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen vor. Der erste Einsatz findet beispielsweise in der Geriatrie statt, wo die Auszubildenden eine Biografiearbeit über einen Patienten/Bewohner erstellen müssen. „Uns ist wichtig, dass sie mit den Menschen kommunizieren, etwas über ihn erfahren, was sie dann auch wieder positiv in den Umgang mit ihm und in ihre Arbeit einfließen lassen können.“ Die Ergebnisse werden dann den Praxisanleitern aus den Kooperationseinrichtungen präsentiert und mit den Auszubildenden besprochen.

„Unsere Auszubildenden sind bei uns sehr nahe am Patienten. In ihrem Lernen werden die Auszubildenden von Praxisanleitern unterstützt. Darüber hinaus leiten die Drittjahres- unsere Erstjahresschüler an und geben ihnen Einblick in komplexe Strukturen. Das kommt sehr gut an“ betont Pittius. Da sich heute Krankenhausaufenthalte kürzer und effektiver gestalten, gleichzeitig die Patienten älter und multimorbider sind, hat sich die stationäre Akutpflege verändert. Es kommen andere Aufgaben als früher auf die Pflegenden zu. So ist die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen viel enger und wichtiger geworden.

Kurze Wege, flache Hierarchien, persönliche Ansprache

Das St. Josefskrankenhaus besticht durch seine Überschaubarkeit, seine flachen Hierarchien und seine kurzen Wege. „Es ist regelrecht familiär bei uns, wir legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Mitarbeitern, auf eine partnerschaftliche Atmosphäre und eine persönliche Betreuung“, betont Pittius. „Unsere Schülerinnen und Schüler schätzen diese menschliche Komponente und die große Vielfältigkeit sehr“. So gehören Mitbestimmung bei der Wahl des Einsatzortes oder bei der Schüler-Lehrer-Konferenz genauso zum Alltag des Lernenden, wie auch bestimmte Rituale, wie das Einladen von Angehörigen und Freunden zu Beginn und zum Abschluss der Ausbildung, aber auch die gemeinsame Weihnachtsfeier einfach mit dazu.

Ausbildungsbeginn ist der 1. Oktober

22 junge Menschen können am 1. Oktober im St. Josefskrankenhaus ihre Ausbildung beginnen. Sie bekommen in drei Jahren 2100 Stunden Theorie sowie 2500 Stunden praktische Ausbildung vermittelt – aufgeteilt in Blockunterricht und 15 Praxiseinsätze in unterschiedlichen Einrichtungen und auf verschiedenen Stationen. Gesetzlich ist keine Einschränkung im Alter bei Ausbildungsbeginn vorgeschrieben. „Ich plädiere aber für ein Mindestalter von 18 Jahren bei Antritt der Ausbildung, denn man sollte in diesem Beruf einfach eine gewisse persönliche Reife mitbringen“, erläutert die Schulleiterin. Zur Entscheidungsfindung für diesen Beruf empfiehlt Pittius ein Kurzpraktikum in einem Altenheim und in einem Krankenhaus oder auch ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren, um die Arbeit besser kennenzulernen. Das Probehalbjahr dauert sechs Monate.

Wer eine krisensichere und abwechslungsreiche Ausbildung sucht, die dem eigenen Interesse an pflegerischen und medizinischen Zusammenhängen nachkommt, ist im St. Josefskrankenhaus Heidelberg also genau richtig.

(Steffanie Richter)


AnsprechpartnerInnen

Ausbildungsbereich Pflege: Gisela Pittius, Leitung Krankenpflegeschule
E-Mail: g.pittius@St.Josefskrankenhaus.de
Sonstige Bereiche: Ursula Hepfer, Personalleitung
E-Mail: u.hepfer@St.Josefskrankenhaus.de